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Abschlussfeier an der Columba-Neef-Realschule

Ihr ganz eigenes Sommermärchen erleben die Schülerinnen der Columba-Neef-Realschule Neustift in diesen Tagen.

Den Abschluss in der Tasche, starten sie nun in ihre weitere Schullaufbahn oder beginnen eine Ausbildung. Alle 47 Schülerinnen haben bestanden, elf von ihnen mit einer eins vorm Komma, drei von ihnen sogar mit der Traumnote 1,0.
Ihre Schulleiterin Verena Ratzenböck erinnert sich noch ganz genau an ihr persönliches Sommermärchen während der Weltmeisterschaft 2006, als sie ihren Schulabschluss machte – „an das Gefühl von Leichtigkeit und Zusammenhalt“, wie sie den Abschlussschülerinnen und ihren Eltern erzählte. 
Seitdem sei vieles besser gelaufen, als sie es sich zu diesem Zeitpunkt erträumt hätte. Man wachse vor allem daran, wenn nicht alles glatt laufe, sagte Ratzenböck und gab den Absolventinnen mit auf den Weg: „Die Welt braucht keine perfekten Menschen, sondern Menschen, die Mut haben und Verantwortung übernehmen.“ Und manche Momente, so die Schulleiterin, würden auch erst im Rückblick zu einem „kleinen Sommermärchen“ werden – wie ein „Ich glaub an dich.“ oder „Du schaffst das.“, das besonders lange in Erinnerung bleibe. Abschließend wünschte sie den Schülerinnen „Neugier, Zuversicht und dass ihr die Menschlichkeit bewahrt.“

„Einige kennen ihr Ziel schon, andere noch nicht. Auch das ist vollkommen in Ordnung“, erinnerte die Elternbeiratsvorsitzende Kathrin Wimmer die Schülerinnen und ihre Eltern. Sie ermutigte die Absolventinnen, ihren Weg zu gehen, der nicht unbedingt gerade sein muss. Vielmehr zähle, dass ihn die Schülerinnen mit Herz und Mut beschreiten. „Lass dich nicht unterkriegen; sei frech und wild und wunderbar.“
Frech, wild und wunderbar – das war auch die Aufführung der Schülerinnen der neunten Klasse, die ein Theaterstück für die Absolventinnen einstudiert hatten. Bei der „Primetime aus Neustift – die letzte Stunde jetzt live“ nahmen sie Lehrkräfte wie auch Schülerinnen auf die Schippe und ließen Klassenfahrten und den Schulalltag Revue passieren. Besonders „leiden“ mussten die Klassenleiter der Abschlussklassen, Andrea Scheungrab (10a) und Alfred Kaiser (10b). Im Mittelpunkt des Stückes stand auch Sekretärin Andrea Reitbauer, um ihr dafür zu danken, dass sie ihren Schülerinnen wie eine „zweite Mama“ immer zur Seite steht – sei es mit einem guten Rat, einer Wärmflasche, Pflastern oder Kühlbeuteln. Mit dem Lied und der Botschaft „Du bist gut genug“, endete das Stück.

Ortenburgs Bürgermeister Stefan Lang übermittelte die Grüße des Landrates Raimund Kneidinger und lobte die Columba-Neef-Realschule für ihr Engagement: „Ihr seid zu 100 Prozent für eure Schülerinnen da.“ Nicht umsonst habe die Realschule einen guten Ruf in der Öffentlichkeit und sei Aushängeschild für die gesamte Region.
„Wie bei einer Weltmeisterschaft ist man zu einer Mannschaft zusammengewachsen“, betonten die drei Absolventinnen und Schülersprecherinnen Emma Bauer, Katharina Kriegl und Lea Weiß in ihrer Rede. Dabei sei man mal stärker, mal schwächer – aber immer am Platz. Von den Lehrern alias Trainern seien sie mit viel Geduld und Ausdauer immer motiviert und gefordert worden. Unterstützung hätten sie nicht nur bei Siegen und Erfolgen bekommen, sondern auch bei Misserfolgen und Rückschlägen. Jede „Formkrise“ habe die Schülerinnen nur stärker werden lassen. „Wir haben gelernt, an uns selbst zu glauben, unsere Stimmen zu erheben. Das hat uns zu selbstbewussten, starken Frauen gemacht“, bekundeten die Schülersprecherinnen. Und wie bei der WM, so die drei Absolventinnen abschließend, erinnere man sich nicht an jedes Ergebnis, sondern an die ganz besonderen Momente. Bevor Schulleiterin Verena Ratzenböck ihre Schützlinge mit den Abschlusszeugnissen entließ, war es ihr wichtig, noch einmal zu betonen: „Ihr seid ganz, ganz tolle junge Frauen!“
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Die Klassenbesten waren: Lisa Bachhuber (1,0), Christina Kriegl (1,0), Lea Weiß (1,0), Emily Anetsberger (1,08), Emily Farkas (1,08), Vanessa Hartmann (1,08), Leonor Ribeiro Pereira (1,25), Mia Willmerdinger (1,38), Verena Grauvogl (1,42), Anna Schuster (1,42), Lea Simon (1,5), Hanna Barutzki (1,54), Sophia Liebl (1,54), Eva Höfer (1,58), Magdalena Kaser (1,58), Johanna Straubinger (1,67), Viktoria Graber (1,83), Hannah Göbl (1,83), Lilly Straubinger (1,83). Den MINT-Absolventinnenpreis hat Lea Weiß bekommen. Den Sozialpreis für ihr Engagement in der Offenen Ganztagsschule, das sie bis zum letzten Tag ausübten, erhielten Katharina Kriegl und Antonella Ajvazi. Für das beste DELF-Ergebnis (Diplôme d’études en langue française) wurden Emily Anetsberger, Vanessa Hartmann und Lea Weiß geehrt.
Katja Elsberger, Vilshofener Anzeiger, PNP.
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